DGA Aktuell

Tätigkeitsbericht für die Jahre 2011-2013

Tätigkeitsbericht der Geschäftsführung für die Jahre 2011 bis 2013

Einleitung

Die Deutsche Gesellschaft für Asienkunde e.V. (DGA), die bald seit 50 Jahren besteht, hat sich von den Anfängen als Förderer und „Koordinierer“ der Ostasienwissenschaftler zu einer wissenschaftliche Fachgesellschaft für alle Bereiche der regionalwissenschaftlichen Asienforschung entwickelt. Sie will nicht nur wissenschaftliche Studien über das gegenwärtige Asien fördern, sondern auch eine breitere Öffentlichkeit über Asien informieren; sie will nicht nur AsienwissenschaftlerInnen in ihrer Arbeit unterstützen und wissenschaftliche Kontakte über Fächergrenzen hinweg ermöglichen, sondern auch helfen, Arbeitsbeziehungen zwischen den Bereichen Politik, Wirtschaft, Naturwissenschaften und Kultur herzustellen. Die Entwicklung und das Wirken unserer Gesellschaft ist damit sowohl von den Entwicklungen in Asien selbst und ihrer Rezeption in der deutschsprachigen Öffentlichkeit als auch von den Entwicklungen im Bereich der Asienwissenschaften und der Wissenschaften im Allgemeinen beeinflusst. Das Interesse an Asien in der deutschsprachigen Öffentlichkeit ist auch in den letzten zwei Jahren weiter gestiegen und dies betrifft nicht nur das aufstrebende China, sondern auch andere Länder der Region, nicht zuletzt Indien. Die Kenntnis der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Asien wird mit der wachsenden Globalisierung immer wichtiger. Die DGA hat in den letzten zwei Jahren erfolgreich die Interessen der AsienwissenschaftlerInnen vertreten. Sie kann dies, weil sie

  • WissenschaftlerInnen aller Fachgebiete vereinigt,
  • Arbeitskreise zur Sozialwissenschaftlichen Chinaforschung und zu Südasien hat,
  • den asienwissenschaftlichen Nachwuchs im Arbeitskreis „Asienforschung“ organisiert,
  • mit anderen Gesellschaften im Bereich Asien kooperiert,
  • als Ansprechpartner für Asien sowohl für wissenschaftliche Institutionen als auch für Politik und Wirtschaft zur Verfügung steht,
  • mit der Zeitschrift ASIEN über ein Medium verfügt, das über alle Fachgrenzen hinweg große Verbreitung gefunden hat und
  • durch die Website www.asienkunde.de (und www.dga-ev.de) über ein Forum verfügt, das sowohl Mitglieder als auch Interessierte nutzen können.

Vor diesem Hintergrund sollen nun die Entwicklung der Gesellschaft aufgezeigt und über die Arbeit der DGA berichtet werden. Da ein entscheidendes Instrument des Wirkens der DGA die Herausgabe der Zeitschrift ASIEN ist, soll dabei der „Bericht der Redaktion ASIEN“ in die Betrachtung einbezogen werden. Vor der detaillierteren Darstellung soll allerdings noch einmal Herrn Max Jakob Fölster gedankt werden, der von Juli 2010 bis September 2011 Geschäftsführer der DGA und Editorial Manager der Zeitschrift ASIEN gewesen ist und durch seinen tatkräftigen Einsatz den Rückstau aufgearbeitet hat, so dass ASIEN ab Januar 2012 wieder im gewohnten Rhythmus erscheinen konnte.

1 Mitgliederentwicklung

Ein wesentlicher Faktor bei der Erfüllung der Aufgaben einer Fachgesellschaft ist zunächst die Entwicklung der Gesellschaft selbst, die zugleich Anhaltspunkt für die Attraktivität der Gesellschaft unter Asieninteressierten ist. Seit Anfang der 90er-Jahre steigt die Zahl der Mitglieder – unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen – kontinuierlich an. Durch die Probleme in der Geschäftsstelle von 2009–10 ist diese positive Entwicklung ins Stocken geraten. Für den Berichtszeitraum hat sich die Mitgliederzahl leicht rückläufig entwickelt. Im Juni 2013 wurden 744 Mitglieder verzeichnet (Mai 2011: 763, Ende 2008: 756), darunter 532 vollzahlende und 17 korporative Mitglieder sowie 76 Studierende und 85 Doktoranden mit reduzierten Beiträgen. Während die Zahl der korporativen Mitglieder seit langem mehr oder weniger gleich bleibt, ist die Zahl der Vollzahler gegenüber 2011 (449; 2008: 481) stark gestiegen. Ursächlich hierfür ist, dass Studenten und Doktoranden seit Oktober 2011 wieder in jedem Wintersemester eine Studienbescheinigung vorlegen müssen, ab Oktober 2013 müssen Doktoranden nur noch alle zwei Jahre eine Bescheinigung vorlegen, Studenten jedoch weiterhin jährlich. Die Zahl der Studierenden (2011: 137; 2008: 123) und Doktoranden (2011: 145; 2008: 121) ist daher gesunken. Gleichzeitig nahm die Zahl der Sonderfälle (2013: 22; 2011: 3) stark zu, da sich in dieser Beitragsgruppe nun eine Vielzahl von Studenten und Doktoranden befinden, die entweder ihr Studium beendet bzw. ihre Promotion abgeschlossen, jedoch noch keine Anstellung gefunden haben. Es ist anzumerken, dass trotz des leichten Rückgangs der Mitgliederzahlen die finanzielle Grundlage der Gesellschaft durch die Gewinnung neuer Vollzahler positiv ist. Eine detailliertere statistische Aufschlüsselung der Mitglieder im Juni 2013 ergibt folgendes Bild:

Diese leicht negative Mitgliederentwicklung liegt auch darin begründet, dass die Geschäftsstelle, in Vorbereitung auf die Einführung einer neuen Mitgliederdatenbank, alle unbekannt verzogenen Mitglieder seit 2009/10 aus der Mitgliederdatenbank ausgetragen hat. Hiervon sind 36 Mitglieder betroffen. Die Einführung einer neuen Mitgliederverwaltungssoftware wird notwendig, da ab Februar 2014 das bisher verwendete Lastschriftverfahren eingestellt wird. Mit der Einführung einer neuen Mitgliederdatenbank soll der Aufbau einer Expertendatenbank verknüpft werden. Zudem wird im Zuge der Einführung die Mitglieder- von der Abonnementverwaltung getrennt. Um die Mitgliederentwicklung voranzutreiben hat die Geschäftsstelle zu jedem Semesterbeginn Poster und Flyer an verschiedene Institute verschickt, inwiefern diese Mitgliederwerbung erfolgreich war, lässt sich nicht ermitteln. Zukünftig sollen Themenhefte genutzt werden, um gezielt Personen für die DGA zu werben, die entweder zu der im Themenheft behandelten Thematik oder zu der Region arbeiten. Allerdings ist auffällig, dass Neumitglieder häufig auf Weiterempfehlung von Mitgliedern auf die DGA aufmerksam werden und der Gesellschaft beitreten. Diesen Umstand sollte man zukünftig gezielter für die Mitgliederwerbung nutzen.

2 Die Entwicklung der Zeitschrift ASIEN

ASIEN ist eine wissenschaftliche Zeitschrift, aber auch Mitgliederzeitschrift. D.h., sie soll nicht nur – mit Hilfe wissenschaftlicher Beiträge – das Wissen über Asien erhöhen und verbreiten helfen, sondern zugleich auch die Kommunikation innerhalb der Asienwissenschaften im deutschsprachigen Raum fördern. Diesem Ziel dient neben den Konferenzberichten und Rezensionen vor allem der Forschungs- und Informationsteil. Die „gelben Seiten“, die bisher halbjährlich als Informationsteil speziell für die Mitglieder im Heft enthalten waren, werden seit 2007 aus Kostengründen auf den Internetseiten der DGA präsentiert. Nur noch im Anschluss an Mitgliederversammlungen sollen der Tätigkeitsbericht der Geschäftsführung für die Jahre sowie das Protokoll der Versammlung auf gelben Seiten dem Heft beigefügt werden. Seitdem die wissenschaftlichen Beiträge ein double-blind-peer-review-Verfahren durchlaufen, ist die Qualität der Beiträge deutlich gestiegen. Um die Qualität der Beiträge noch weiter zu erhöhen, werden die überarbeiteten Beiträge den Gutachtern erneut vorgelegt. Zugleich verringert sich allerdings die Anzahl der publizierbaren Artikel. Um dennoch die Zeitschrift regelmäßig herausbringen zu können, wurde verstärkt mit Themenheften gearbeitet und Gasteditoren für einzelne Ausgaben angeworben. Im Berichtszeitraum gab es zwei Themenhefte:

  • „Ethnizität und Religion als Kapital: Prozesse der Kapitalisierung von Kultur im Indonesien nach Suharto, “ (Nr. 123) – Gasteditoren Martin Ramstedt, Martin Slama, Christian Warta
  • „International Labor Migration to Japan: Current Models and Future Outlook“ (Nr. 124) – Gasteditorin Gabriele Vogt

Die Ausgabe 122 fasste zudem einige Beiträge der DGA-Tagung von 2011 zusammen und ergänzte sie um einen referierten Beitrag. Der Umfang der einzelnen Hefte schwankte zwischen 142 und 240 Seiten, liegt durchschnittlich bei 170 Seiten. Da zukünftig vermehrt Themenhefte erscheinen, hat die Geschäftsstelle einen Leitfaden für Themenhefte erstellt. Themenhefte sind demnach grundsätzlich referiert, ein Gutachten übernimmt der Gasteditor, das andere Gutachten erfolgt über das double-blind-peer-review-Verfahren der DGA. Der Umfang des thematischen Schwerpunkts beschränkt sich auf 100 Heftseiten; ab Seite 101 müssen die Gasteditoren 15 Euro Druckkostenzuschuss pro Seite bezahlen. Nachdem die Rückstände Ende 2011 weitestgehend aufgeholt wurden, erscheint ASIEN seit Januar 2012 wieder im gewohnten Rhythmus. Seit Januar 2012 erscheint sie zudem mit neuem Cover-Design, die Designänderung wurde von Jörg Joswiak angestoßen, von Herrn Fölster aufgegriffen und von Benedikt Skowasch eingeführt. Um die Arbeitsabläufe zu vereinfachen und zu vereinheitlichen hat die Geschäftsstelle Leitfäden und Layout-Vorlagen für die einzelnen Rubriken erstellt. An dieser Stelle sei dem Editorial-Team bestehend aus Amanda Kovacs, Christian Textor und Yingjun Gao für ihren Einsatz gedankt. Seit dem Frühsommer 2012 verfügt die Geschäftsstelle über zwei neue Computer, die die Layoutarbeiten und den Datenaustausch zwischen den beiden Arbeitsplätzen deutlich vereinfachen. Durch die Änderung des Cover-Designs sind die Druckkosten leicht angestiegen, und die Erhöhung des Porto für Buchsendungen zum 01. Januar 2013 hat die Versandgebühren für ASIEN erhöht, diese Versandart bleibt jedoch aufgrund der „kleinen“ Auflage von ASIEN weiterhin die kostengünstigste Lösung. Durch die erfolgreiche Akquise von Anzeigen konnte diese Kostensteigerung jedoch aufgefangen werden. Neben den englischsprachigen Beiträgen werden zukünftig auch die deutschsprachigen Artikel auf der Webseite zum Download gestellt. Die Artikel werden direkt nach Erscheinen als kostenpflichtiger Download angeboten, sechs Monate nach Erscheinen werden sie kostenlos verfügbar sein. Abgeschlossene Serien aus der Rubrik „Forschung – Lehre – Informationen“ werden zukünftig ebenfalls als kostenloser Download angeboten. Für den Zeitraum 2011/12 betrifft dies die Serie „Politische Stiftungen in Asien“ und Ende 2013 die Serie „Sicherheitspolitik in Ostasien“. Auf der Startseite der Homepage wurde zudem eine Vorschau für die kommenden ASIEN-Ausgaben eingerichtet.

3 Aufgabenbereiche der DGA

3.1 Nachwuchsförderung

Für die Mitgliedschaft in der DGA ist anders als in manchen anderen wissenschaftlichen Fachgesellschaften kein akademischer Abschluss erforderlich. Diese „Fördermaßnahme“ ermöglicht es dem Nachwuchs, sich in die „Gemeinschaft der Wissenschaftler“ einzubringen und scheint, was die Mitgliederentwicklung zeigt, für viele Studierende und DoktorandInnen attraktiv zu sein. Darüber hinaus stellt die DGA in ASIEN und auf unserer Homepage Informationen bereit, die auch für den Nachwuchs von Interesse sind. Z.B. informieren wir regelmäßig über die Lehrveranstaltungen (LV) und Studiengänge. Die LV wurden ab Oktober 2002 erstmalig zum Download auf der Website in einer neu eingerichteten Rubrik bereitgestellt. Seit 2003 sind die LV-Angebote nur noch dort zu finden. Aufgrund der Recherchierbarkeit aller Veranstaltungen im Internet, werden seit Sommer 2010 lediglich die entsprechenden Links zu den Ankündigungen der Universitäten und Institute aufgeführt. Auf der Homepage haben wir außerdem unter dem Punkt „Asienwissenschaften“ Links zu den Webseiten der asienkundlichen Seminare sowie zu Instituten und anderen forschungsrelevanten Einrichtungen aufgelistet. Zur Förderung des Nachwuchses beteiligte sich die DGA zunächst an Nachwuchstagungen junger Asienwissenschaftler, die von Gudrun Wacker (damals BiOSt, heute SWP) und Christoph Müller-Hofstede (damals Ost-West-Kolleg) initiiert worden waren. 2005 wurde dann die Nachwuchsgruppe „Asienforschung“ (NWG) in der DGA neu gegründet und vom 17.–19. Juni 2005 im Tagungszentrum Kloster Höchst die erste Nachwuchstagung abgehalten. Inzwischen ist die Nachwuchsgruppe der aktivste der Arbeitskreise in der DGA und tritt mit einer eigenen Homepage auf (www.asiennachwuchs.de). Neben dem Internetauftritt läuft der Austausch über einen Mitgliederverteiler und eine Newsgroup, die allen Interessierten offensteht. Zudem organisiert das Sprecherteam der NWG Tagungen und Workshops für die Mitglieder und Interessierte. Ziel der Tagungen ist, NachwuchswissenschaftlerInnen der Asienforschung ein Forum zu geben, in dem Qualifikationsarbeiten von Experten (aus dem Kreis der DGA-Mitglieder) kommentiert und mit allen Teilnehmern diskutiert werden können. Vom 18.–20. Januar 2013 fand im Tagungshaus der Thüringer Sozialakademie in Jena die sechste Tagung der Nachwuchsgruppe statt. Die Tagung endete mit einem Dank an das aktuelle Sprecherteam und der Verabschiedung von Simone Christ (Universität Bonn) und Anne Schreiter (Universität St. Gallen) als Sprecherinnen und Katharina Corleis (Universität Hamburg) als stellvertretender Sprecherin. In der sich daran anschließenden Neuwahl wurden Isabel Dettmer (Universität Würzburg) und Raphael Susewind (Universität Bielefeld) als neue Sprecher gewählt. Stellvertreterinnen sind Antje Heinrich (Universität Bochum) und Elena Klorer (Universität Freiburg).

3.2 Förderung des fachwissenschaftlichen Diskurses

Genuine Aufgabe einer Fachgesellschaft ist, die Mitglieder an der fachlichen Entwicklung im eigenen Fach und in benachbarten Fächern teilhaben zu lassen. An erster Stelle ist hier natürlich wieder die Zeitschrift ASIEN zu nennen. Ein Blick auf die Autorenliste eines jeden Heftes zeigt den großen Kreis der einbezogenen Wissenschaftler. In erster Linie ging es dem Vorstand und der Redaktion darum, diesen Kreis zu erweitern, die Qualität der Zeitschrift zu steigern, mehr englischsprachige Artikel einzuwerben und ASIEN international sichtbarer zu machen und zu profilieren. Trotz der nationalen und internationalen Konkurrenz, die durch den allgemeinen Trend zur Internationalisierung wissenschaftlicher Publikationsorgane intensiver wird, hat sich ASIEN als anerkanntes Fachorgan halten können. Dies gelang u.a. auch durch die Ansprache etablierter Forscher, als Gasteditoren wirksam zu werden. Auf Anregung des damaligen Vorstandsvorsitzenden wird seit der Oktober-Ausgabe 2004 regelmäßig ein Editorial publiziert, in dem die Editoren sowie die übrigen Vorstandsmitglieder Themen von fachwissenschaftlichem Interesse kommentieren. Aufgrund der Zunahme von Themenheften wird das Editorial ab April 2013 nur noch im Bedarfsfall von Vorstandsmitgliedern verfasst, für Themenhefte wird es durch eine Einführung in die Thematik ersetzt. Die Rubrik „Asien Aktuell“ bietet ferner die Möglichkeit, in kurzen wissenschaftlichen Analysen aktuelle Ereignisse und Entwicklungen anzusprechen. Und in den Research Notes können Wissenschaftler auf erste Ergebnisse und Ansätze ihrer Forschung verweisen. Zu nennen sind weiter vor allem Konferenzberichte, Buchrezensionen, Projektberichte, Konferenzankündigungen – Informationen, die von der Redaktion aktiv gesammelt werden und bewusst einen breiten Raum in der Zeitschrift einnehmen. Erreicht wurden im Berichtszeitraum auch eine breitere Streuung und Vielfalt der Themen und fast alle asiatischen Regionen konnten abgedeckt werden. (Anhang 2) Von großer fachwissenschaftlicher Bedeutung sind weiterhin die Arbeitskreise in der DGA.

  • Der Arbeitskreis Sozialwissenschaftliche Chinaforschung (ASC) hielt, organisiert von Heike Holbig (Frankfurt / Hamburg), vom 10.–11. Dezember 2011 in Hamburg die zweite gemeinsame Konferenz des Arbeitskreises und des vom BMBF geförderten Kompetenznetzes „Regieren in China“. Vom 23.–24. November 2012 fand, organisiert von Gunter Schubert (Tübingen), in Tübingen die dritte gemeinsame Konferenz des Arbeitskreises und des Kompetenznetzes „Regieren in China“ statt. Neuer Sprecher ist seit November 2012 Christian Göbel (Heidelberg / Wien). Die nächste Tagung ist für den 22.–23. November 2013 in Heidelberg geplant.
  • Die Neuwahl des Sprecherrats des Arbeitskreises „Neuzeitliches Südasien“ (AK NS) wurde im Juli 2012 von der Geschäftsstelle organisiert. Der Sprecherrat besteht aus Prof. Dr. Rahul Peter Das (Halle), Prof. Dr. Tatiana Oranskaia (Hamburg) und Dr. habil. Christian Wagner (Berlin). Vom 26.–28. Oktober 2012 fand in Halle (Saale) in Zusammenarbeit mit Bengal Link e.V., Deutsch-Indische Gesellschaft Zweiggesellschaft Halle und dem Studentenwerk Halle die zweite Konferenz für „Bengal Related Studies for Students and Young Scholars“ statt. Die Ergebnisse der Tagung werden im Januar 2014 in ASIEN veröffentlicht. Im Rahmen des 10. Südasien-Tags fand in Hamburg vom 09.–10. November 2012 ein Workshop zum Thema „Urban Development in South Asia / Stadtentwicklung in Südasien“ statt.

Die Programme (Anhang 3) und Berichte der Tagungen sind auf der Homepage der DGA zu finden. Von besonderer Bedeutung für den fachwissenschaftlichen Diskurs sind die wissenschaftlichen Tagungen, die alle zwei Jahre im Zusammenhang mit der Mitgliederversammlung durchgeführt werden. Vom 16.–17. Juni 2011 fand die Tagung im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin zum Thema „China und die USA in Asien: Konflikt oder Kooperation?“ statt. Die diesjährige Tagung hat „Leadership and Authority in Asia: Politische Führung und Führungsstile in Asien“ zum Thema.

3.3 Förderung des internationalen wissenschaftlichen Austauschs

Im Bereich der internationalen Zusammenarbeit ist die Tätigkeit der Gesellschaft weiterhin noch ausbaufähig. Die Zeitschrift ASIEN ist zwar in Bibliotheken im Ausland vielfach vorhanden, kann jedoch aufgrund ihres Erscheinens überwiegend in deutscher Sprache nicht umfassend beworben werden. Mit der Übersetzung des Merkblattes für Autoren, den Vorgaben für bibliografische Angaben sowie dem Gutachterformular ins Englische ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer weiteren Internationalisierung unternommen worden. Ferner werden auf der Website seit Januar 2003 alle englischsprachigen Aufsätze im Volltext zum kostenlosen Download bereitgehalten. Auch die Zahl der englischen Beiträge hat weiter zugenommen, ganze Themenhefte werden auf Englisch erstellt. Seit dem Frühjahr 2013 existiert zudem ein englischsprachiger Flyer. Der Flyer wird zusammen mit anderen DGA-Infomaterialien auf der ICAS-Konferenz vom 24.–27. Juni in Macau auf dem GIGA-Stand ausgelegt. Auf Bestreben von Dr. Wolfgang Brenn ist die Zusammenarbeit mit der Japan Association for Asian Studies (JAAS) intensiviert worden. Vom 07.–08. Juli 2012 haben Prof. Dr. Nadja-Christina Schneider (Berlin), Prof. Dr. Claudia Derichs (Marburg), Dr. Margot Schüller (Hamburg), Prof. Dr. Björn Alpermann (Würzburg), Prof. Dr. Sebastian Heilmann (Trier), Dr. Nele Noesselt (Hamburg) und Dr. Wolfgang Brenn (Berlin) für die DGA an einer Tagung zum Thema „China’s Role in Asia: Research Approaches in Germany and Japan“ in Tokio teilgenommen. Für eine Konferenz zum Thema „German and Japanese Perceptions of China’s Role in Asia: Foreign Policy Options“ im JDZB vom 04.–05. Juni 2013 sind Mitglieder der JAAS eingeladen, die DGA und die JAAS treten als Kooperationspartner in Erscheinung. Zudem sind Mitglieder der JAAS zur diesjährigen DGA-Tagung eingeladen.

3.4 Vertretung des Faches, Kontakte zu anderen Organisationen, Öffentlichkeitsarbeit

Die Vertretung des Faches gegenüber der Öffentlichkeit erfolgt durch die DGA derzeit noch nicht systematisch und kann dies wohl angesichts der Vielfalt der asienkundlichen Gesellschaft auch nie werden. Dennoch ist die DGA durchaus einer der Ansprechpartner, wenn es um Belange des Faches geht. So hat bereits der frühere Vorsitzende Theo Sommer seine Stimme für den Erhalt von Fächern an deutschen Universitäten erhoben und auch unser derzeitiger Vorsitzender Peter Christian Hauswedell hat dies getan. Dabei ging es u.a. um die Abwendung der Schließung des Südasienbereichs an der Humboldt Universität in Berlin sowie um die Thaiistik an der Universität Hamburg. Die von Herrn Joswiak eingeleitete Neugestaltung des Webauftritts und Entwicklung eines neuen und einheitlichen Corporate Designs zur Verbesserung des öffentlichen Auftretens konnten zum Großteil umgesetzt werden. Für eine Verbesserung der Außendarstellung wurden die Faltblätter durch neue deutsch- und englischsprachige Flyer ersetzt. Zudem wurden sämtliche Vorlagen für den Briefverkehr mit dem neuen Layout neu erstellt. Eine neue Webseite befindet sich gerade im Aufbau. Die Überarbeitung des Corporate Designs konnte erfolgreich umgesetzt werden, auch wenn die Umsetzung sich als sehr zeitaufwendig erwies, da eine Vielzahl von Vorlagen nicht weiter verwendet werden konnte.

3.5 Öffentliche Bildungsarbeit

Die Gesellschaft war auch in diesem Berichtszeitraum in der öffentlichen Bildungsarbeit aktiv. In Kooperation mit der DGA führte das Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg Intensivkurse für Japanisch und Hindi durch. Folgende Intensivkurse für Japanisch wurden durchgeführt: (1) 18.07.–30.07.2012 Intensivkurse Stufe 1, Stufe 2 und Stufe 3 (2) 13.02.–24.02.2012 Kanji-Intensivkurs (3) 16.07.–28.07.2012 Intensivkurse Stufe 1 und Stufe 3 (4) 11.02.–22.02.2013 Kanji-Intensivkurse (5) 15.07.–27.07.2013 (geplant) Intensivkurse Stufe 1, Stufe 2, Stufe 3 und Stufe 4 Folgende Kurse für Hindi fanden statt: (1) 01.08.–19.08.2011 Hindi Intensivkurse f. Anfänger u. Mittelstufe (2) 06.08.–24.08.2012 Hindi Intensivkurse f. Anfänger u. Mittelstufe (3) 03.09.–21.09.2012 Sanskrit-Intensivkurs für Mittelstufe (4) 11.02.–01.03.2013 Hindi-Sprachreise nach Indien (5) 05.08.–23.08.2013 (geplant) Hindi-Intensivkurs für Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene

4 Ausblick

Die Notwendigkeit einer Institution, die Informationen und Initiativen aus allen asienwissenschaftlichen Teilbereichen aufgreift und verbreitet, bereichsübergreifende Kontakte fördert und den Transfer in die Praxis verbessert, ist unbestritten. Die vorhergehenden Ausführungen zeigen, dass die DGA durchaus erfolgreich in diesem Sinne tätig gewesen ist. Eine ganze Reihe von Mitgliedern hat sich an diesen Aktivitäten auf unterschiedliche Weise engagiert beteiligt. Dafür gebührt ihnen großer Dank. Allerdings beruht vieles immer noch hauptsächlich auf den Aktivitäten der und Umsetzung durch die Geschäftsstelle. Dies ist in besonderem Maße durch den Ausfall der Arbeit in der Geschäftsstelle vom Sommer 2009 bis Sommer 2010 deutlich geworden. Die bei der letzten Mitgliederversammlung genannten Bedingungen, dass sich die DGA noch stärker als wissenschaftliche Fachgesellschaft profilieren muss, sind auch weiterhin aktuell. Die DGA muss

  • das von ihr repräsentierte fachliche Spektrum und den Organisationsgrad durch die Gewinnung weiterer Mitglieder aus allen Bereichen der Asienwissenschaften, am besten durch die Mitglieder selbst, erweitern;
  • die Aktivitäten aller Organe der DGA weiter erhöhen; insbesondere für die Vorbereitung der nächsten Tagung;
  • und die finanziellen Grundlagen stabil halten.

Die Mitglieder des Vorstands, der Beiräte und des International Boards sind aufgerufen, sich diesen Aufgaben zu widmen.

Anhang

Anhang 1: Vorstandssitzungen Anhang 2: Die Zeitschrift ASIEN Anhang 3: Tagungen

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