DGA Aktuell

„Civil Diplomacy und die internationalen Beziehungen in Ostasien“ am 9.2. im JDZB, Berlin

Auch 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs sind die Beziehungen zwischen Japan und seinen ostasiatischen Nachbarn schwierig. Zum einen belastet das historische Erbe des Asiatisch-Pazifischen Kriegs die Beziehungen, zum anderen stehen ungeklärte Territorialansprüche um verschiedene Inselgruppen einem engen nachbarschaftlichen Verhältnis Japans mit China und Südkorea im Weg. Mit den Instrumenten der traditionellen Außenpolitik scheinen sich die Spannungen in Ostasien nicht dauerhaft lösen lassen. Inwieweit kann der zivilgesellschaftliche Austausch und Dialog zu einem besseren Verständnis zwischen den ostasiatischen Nachbarn beitragen?

Vor diesem Hintergrund veranstalten das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin und die Friedrich-Ebert Stiftung einen Vortragsabend mit Herrn KUDO Yasushi zum Thema „Civil Diplomacy und die internationalen Beziehungen in Ostasien“, zu dem ich Sie und Ihre Kollegen im Namen der Organisatoren herzlich einladen möchte.

Datum: Montag, den 9. Februar 2015, um 18:00

Ort: Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin (U-Bahn Haltestelle Oskar-Helene-Heim, U3)

Sprachen: Japanisch – Deutsch, simultan gedolmetscht

Herr Kudo ist Gründer und Präsident der in Japan sehr bekannten Nicht-Regierungsorganisation The Genron NPO, die 2001 mit dem Ziel gegründet wurde, dem einzelnen Bürger unabhängige Informationen zur Verfügung zu stellen. The Genron NPO evaluiert regelmäßig die Wahlversprechen der Parteien sowie die administrative Effizienz.

Ein Schwerpunkt ihrer Aktivitäten liegt auf der Verbesserung der nachbarschaftlichen Verhältnisse in Ostasien. Die beiden Dialogforen „Tokyo-Beijing Forum“ und „Japan-Korea Future Dialog“ sind hochrangig besetzte Diskussionsforen, die das partnerschaftliche Gespräch fortführen können, wenn der Austausch auf Regierungsebene ins Stocken gerät oder militärische Konfrontation droht. Gleichzeitig wird auch der Kontakt zu Regierungsvertretern gepflegt. The Genron NPO führt in Japan, China und Korea Meinungsumfragen zur gegenseitigen Wahrnehmung durch, die in der Öffentlichkeit große Beachtung finden. Ein wichtiges Element der „Genron diplomacy“ ist die Veröffentlichung von

Diskussions- bzw. Umfrageergebnissen, um eine gegebenenfalls zum Nationalismus tendierende öffentliche Meinung zu beeinflussen. Der Vortragsabend wird moderiert von Prof. Dr. Sven Saaler, Associate Professor für japanische Geschichte an der Sophia Universität Tokyo und Repräsentant der Friedrich-Ebert Stiftung in Japan.

Im Anschluss an die Veranstaltung möchten wir Sie zu einem Empfang mit Getränken und Imbiss einladen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 4. Februar an. http://www.jdzb.de/fileadmin/Redaktion/PDF/veranstaltungen/vortraege%2Bsonstige/P1699-Anmeldung.pdf

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